Rahmenbedingungen

Verkehrs­beruhigung

Ein zen­trales Anliegen der Umgestal­tung der Ortsmitte Bieder­bachs ist die Organ­i­sa­tion eines Verkehrskonzepts, das alle Nutzer­grup­pen berück­sichtig. Ein Tre­ff­punkt für die Bevölkerung benötigt angemessene Flächen an attrak­tiv­er, zen­traler Stelle und möglichst geschützt von schnell fahren­dem Kfz-Verkehr. Vorgeschla­gen wird deshalb eine Gestal­tung, die ein­er­seits die notwendi­ge Verkehrs­führung aufrechter­hält, z.B. auch für Lang­holz­trans­porte, ander­er­seits aber die Fahrgeschwindigkeit­en reduziert, um mehr Aufen­thalt­squal­ität zu gewin­nen. Damit wer­den Fußgänger und Kraft­fahrzeuge gle­ich­berechtigt behan­delt. Das kann erre­icht wer­den durch Aufhe­bung der bish­eri­gen Asphalt­fahrbahn und Gestal­tung ein­er durchge­hend gepflasterten Fläche. Vorstell­bar ist ein verkehrs­beruhigter Bere­ich mit niveau­gle­ichem Aus­bau ohne Bor­d­steine, die Fahrbah­nen kön­nen z.B. durch Rin­nen gekennze­ich­net sein.

Zugänglichkeit des Bachlaufs

Steinkreb­se im Biederbach

Bid des SteinkrebsesIn der Ortsmitte von Bieder­bach wurde eine Vor­erkun­dung auf Vorkom­men des Steinkreb­ses (Aus­tropota­mo­bius tor­ren­tium) durch einen Gewässer­biolo­gen Michael Pfeif­fer vorgenom­men. Diese kle­in­ste ein­heimis­che Flusskreb­sart ist durch das Bun­desnaturschutzge­setz und die FFH-Richtlin­ie beson­ders geschützt und gilt in Baden-Würt­tem­bergs als „stark gefährdet“.

Die größte Gefahr für den Steinkrebs geht momen­tan von ein­er tödlich ver­laufend­en Infek­tion mit der Kreb­spest aus. Die Kreb­spest kann durch inva­sive Kreb­sarten oder durch Gegen­stände wie Gum­mistiefel, Net­ze, Bag­ger, die in einem mit Kreb­spest belasteten Gewässer­ab­schnitt benutzt wur­den, über­tra­gen wer­den. Vom Aus­bruch der Seuche wären dann nicht nur einzelne Steinkreb­se betrof­fen, son­dern es würde sehr schnell zum Aus­löschen des gesamten Steinkreb­s­be­stands im Bieder­bach­sys­tem führen.

Um das unge­wollte Ein­schlep­pen, der Kreb­spest zu ver­hin­dern und die Kreb­se gegen das Zertreten zu schützen, wird es nur sehr schw­er aus­führbar sein in diesem Gewäss­er das Betreten oder Spie­len zu ermöglichen und bei Arbeit­en am Bach müssen Vor­sichts­maß­nah­men zum Schutz der Kreb­se getrof­fen werden.

Eigen­tümer­schaft Grundstücke

Nicht alle über­planten Grund­stücke in der Mach­barkeitsstudie sind im Besitz der Gemeinde, so dass es hier immer einen Kon­sens mit den jew­eili­gen Eigen­tümer braucht. Dieser ist noch offen, klar ist jedoch das die Eigen­tümer frei in Ihrer Entschei­dung sind in wie weit Sie hier mit machen.